SSI-Heft 18, Oktober 2001 Startseite SSI

Auerhuhn

Hühnervögel (Galliformes); Rauhfußhühner (Tetraoninae) Auerhuhn (Tetrao urogallus L.)

Synonyme: Auerwild, Auerhahn, Hahn, Großer Hahn, der Große, Urhahn

Kurzbeschreibung: Als typisches Merkmal der Rauhfußhühner gelten auch beim Auerwild befiederte Läufe und mit Federn bedeckte Nasenlöcher. Der Hahn ist dunkelgrau bis dunkelbraun gefärbt, die Henne oberseits braunschwarz – silbrig, unterseits rostbraun bis grau. Über den Augen des Hahnes sind rote Balzrosen. In Balzstellung zeigt sich ein deutlicher Balzkragen am Stingl. Der Schwingenbug wird von einem weißen Spiegel geziert. Der Stoß von Hahn und Henne ist abgerundet. Auerhähne wiegen 3,0 kg bis 6,5 kg, die Hennen 1,5 kg bis 2,5 kg. Die Flügelspannweite kann bis zu 1,40 m betragen.

Lebensweise: Das Auerwild ist tagaktiv. Es lebt nach Geschlechtern getrennt in kleinen Gruppen und ist ein ausgesprochener Waldvogel.

Lebensraum: Das Auerwild benötigt als Lebensraum einen vertikal gestuften, teilweise verlichteten Waldaufbau, der sich in naturnah bewirtschafteten Bestockungen wiederfindet. In solchen Wäldern wachsen Tanne, Fichte, Kiefer, Rot-Buche und Berg-Ahorn. Ungleichaltrige Reinbestände werden auch angenommen.

Nahrung: Beerensträucher, insbesondere Heidelbeere. Es werden die Knospen, Blüten, Blätter, Stengel und Beeren aufgenommen. Im Winter dienen Koniferennadeln sowie Buchenknospen als Nahrung. Die Auerwildküken (Gesperre) werden vorwiegend mit Ameisen und deren Puppen gefüttert.

Balz: März bis Mai

Gelege: 5 – 12 gelbweiße, rot gefleckte Eier

Brutzeit: 26 – 28 Tage

Als Nestflüchter folgen die Küken sofort der Henne, die allein führt. Das Gesperre löst sich im September auf.

Das Auerhuhn gehört zu den besonders gefährdeten Vogelarten Deutschlands.



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